Dienstag 20 August 2019

Anfänge

Die Doppelvilla Langiewicza 19/21 entstand nach einem Konzept von Marian Kontkiewicz, der damals mehrere Häuser in Warschau zeichnete. Er war bekannt für seine Vorliebe für historische architektonische Formen. Von ihm stammen u.a. das Weddinger-Haus in der Śniadecki-Straße 23, das Schlösschen in der Mokotowska-Straße 62, die Villa des ersten polnischen Präsidenten nach dem 1. Weltkrieg, Gabriel Narutowicz, in der Parkowa-Straße.

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„Klein-Belvedere“ bis 1946

Seit 1931 gehörte der Teil der Doppelvilla mit der Nr. 21 Warschaus Hauptstadtkommissar, Władysław Romuald Teofil Jaroszewicz. Urkundlich belegt hat er die Villa von der Baugenossenschaft Kolonia Staszica gekauft. Zahlreiche Darlehen, die über Grundbucheintragungen abgesichert worden waren, bezeugen, dass er ein verschwenderisches Leben geführt hat.

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Vom „Klein-Belvedere“ zur „Klein-Favela“

Meine Mutter, Romana Czajka, die Tochter einer wohlhabenden Warschauer Familie mit Konditorei kaufte dieses Haus 1946 von Strasburger. Meine Eltern hatten die Besatzung und den Albtraum des Warschauer Aufstandes überlebt und wurden nach der Niederlage von den Nazi-Schergen vertrieben. Als Warschau befreit worden war, kamen sie in die zerstörte Hauptstadt zurück. Sie wollten ihre Heimatstadt wieder aufbauen und sie wollten in diesem, vom Krieg glücklicherweise nicht zerstörten Haus, wohnen. Das sozialistische Polen vereitelte ihre Träume: „Klein-Belvedere“ wurde verstaatlicht, in mehrere Wohneinheiten aufgeteilt und unter kommunale Verwaltung gestellt.

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Von „Klein-Favela“ zum „Klein-Belvedere“

Nach langen Jahren und vielen Bemühungen gelang am 20.6.1989 die Rückübereignung der Villa an die rechtmäßige Eigentümerin. Nach dem Tod meiner Mutter 1991 habe ich ein Haus geerbt, das wir in der Familie scherzhaft „die Ruine“ genannt haben. „Klein-Favela“ war geblieben; die Stadtverwaltung hatte das Haus zwar zurückgegeben, aber voll bewohnt. So verfiel das Haus immer weiter.

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